Das ist der 2. Teil meiner im Vorjahr begonnenen Jakobsreise

Camino Frances

 

Die letzten 200 km

Ponferrada

 

Liegt in der Region Bierzo zwischen Kastilien und Galicien. Hier steht die Templerburg, ein sehr bedeutendes Zeugnis mittelalterliher Architektur in Spanien. Noch umranken zahlreiche Myhten und Legenden die Existenz des Templerordens.

 

Von hier startet der zweite und letzte Teil meiner Jakobsreise.

Sogleich geht es im typisch spanischen, ländlichen Stil weiter.

Durch Dörfer wird durchmarschiert.

Hier beginnt der Aufstieg nach Galicien.

 

Bald erblickt man den Grenzstein und ich weiß nun definitv, dass ich in Galicien angekommen bin. Ich bleibe stehen und genieße den wunderbaren Ausblick über die Provinz Lugo.

 

Noch etwa 1 km geht der Aufstieg weiter und ich erreiche O Cebreiro.

O Cebreiro

 

Ein typisches, galicisches Dorf.

In der Pfarrkirche wird der heilige Kelch von Galicien aufbewahrt.

Das Essen (eine Art Gulasch) in einem kleinen Lokal war grauslig und ich ließ einen großen Teil stehen. Die Wirtin (zugleich auch Köchin) räumte es ab und schüttete es kurzerhand wieder in die Kochpfanne zurück. Ach wie appetitlich, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich auf ein Essen in dieser Lokalität verzichtet.

Grenzsteine zeigen an, wie weit es jeweils noch nach Santiago ist.

Die Passhöhe von San Roque am frühen Morgen.

Die Eukalyptuswälder findet man überall in Galicien. Wunderbar steigt der typische Duft in die Nase.

Mystisch

Hórreo...

 

...nennt man die Getreidespeicher, wie sie in den spanischen Regionen Asturien, Galicien, Kantabrien

und in der Provinz León zu finden sind.

Hier stehe ich vor einem uraltem Kastanienbaum, dessen Alter auf etwa 800 Jahre geschätzt wird.

Portomarin

 

Bei der Anlage des Belesar-Stausees wurde der Ortskern am Hang höher neu angelegt. Neben der Kirche San Nicolas wurden ein alter Brückenbogen und die Portalfront der Kapelle San Pedro abgetragen und am neuen Standort wieder aufgebaut.

Mélide

Monte do Gozo           Berg der Freude

Der italienische Geistliche Domenico Laffi schildert die Ankunft am Monte do Gozo in seinem 1673 erschienenen Reisetagebuch so:

 

Als wir die Höhe eines Berges mit Namen "Berg der Freude" erreichten und das so herbeigeflehte Santiago offen vor uns liegen sahen, fielen wir auf die Knie und die Freudentränen schossen uns aus den Augen. Wir begannen das "Te Deum" zu singen, aber kaum brachten wir zwei oder drei Verse hervor, denn allzu sehr unterbrachen Tränen und Seufzer unseren Gesang und ließen das Herz erzittern."

 

Ich meinerseits hatte schon ein eigenartiges Gefühl, nach zwei Jahren Jakobsweg endlich hier zu stehen mit der Gewissheit das Ziel Santiago in einem Tag nun zu erreichen. 

Ankunft in Santiago de Compostela

Dann hatte ich sie endlich in meinen Händen - die Compostela - die Pilgerurkunde.

 

Für mich hat das Datum der Ausstellung einen emotionalen Wert. Der 18. Juli (1900) ist der Geburtstag meiner Oma, sie war Italienerin und sehr katholisch, sie hätte sich sicher mit mir gefreut. Sie wurde 97 Jahre alt.

Ja, und 113 Jahre später stehe ich nun hier in Santiago.

Der Park Alameda

 

Der Park beherbergt hundertjährige Eichen, die im Sommer Schatten spenden und ist einer der beliebtesten Ecken Santiagos.

Weiter bis an´s Ende der Welt

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